Komplikationen
Die Spiegelung wird jedes Jahr millionenfach durchgeführt; sie ist im allgemeinen risikoarm. Da der Arzt unter Sicht arbeitet, sind Verletzungen und eine Durchstoßung (Perforation) der Wand von Speiseröhre, Magen oder Zwölffingerdarm oder von anderen Organen sowie Verletzungen des Kehlkopfes durch die Instrumente selbst bei krankhaften Veränderungen (z.B. Engstellen, entzündlichen Schwellungen) sehr selten. Ist die Magen- oder Darmwand sehr dünn (z.B. durch ein Geschwür) so kann sie durch das Einblasen von Luft einreißen. Manchmal führen solche Verletzungen erst nach einigen Tagen zu Beschwerden. Behandlungsmaßnahmen, unter Umständen auch eine Operation, können dann erforderlich werden.
Herz-Kreislaufreaktionen sowie schwerwiegende Unverträglichkeitserscheinungen auf Beruhigungs- oder Schmerzmittel und andere lebensbedrohende Komplikationen, z.B. Blutvergiftung (Sepsis) infolge einer Infektion sind extrem selten.
Vor allem bei erhöhter Blutungsneigung (z.B. nach einer diagnostischen Gewebeentnahme) gelegentlich einmal stärkere Blutungen auftreten. In der Regel lassen sie sich durch eine Unterspritzung mit blutstillenden Medikamenten zum Stillstand bringen.
Nach der Untersuchung auftretende Schluckbeschwerden, leichte Heiserkeit
oder Blähungen verschwinden von selbst nach einigen Stunden.
Selten kommt es durch das Endoskop oder den Beißring zu einer Zahnschädigung.
Auch vorbereitende, begleitende oder nachfolgende Maßnahmen sind nicht völlig frei von Risiken. So können z.B. Infusionen oder Injektionen selten einmal örtliche Gewebeschaden (Spritzenabszesse, Nekrosen, Nerven- und oder Venenreizungen / – entzündungen) nach sich ziehen.
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